Wie siehst du deine Zukunft bei Hoffmann?
Mich interessiert besonders das Thema Automatisierung. Schon in der Technikerschule habe ich mich mit Robotik beschäftigt und als Abschlussprojekt einen kleinen Roboter entwickelt - einen Gelenkarmroboter, der mithilfe eines Elektromagneten Schachfiguren ziehen konnte.
Aktuell beschäftigen wir uns bei Hoffmann mit neuen Digitalisierungs- und Automatisierungs-lösungen und investieren sehr viel in moderne Technologien. Ich freue mich, wenn ich diesen Bereich mitgestalten kann.
Generell gefällt mir die Mischung aus Handwerk und Entwicklung, Theorie und Praxis sehr gut. Genau diese Kombination möchte ich auch in Zukunft weiter ausbauen.
Welche Fähigkeiten sollte jemand mitbringen, der einen ähnlichen Weg einschlagen möchte?
Ein gutes technisches Verständnis ist wichtig. Gleichzeitig sollte man aber auch verstehen, wie Dinge in der Praxis entstehen.
Deshalb halte ich handwerkliche Erfahrung für einen großen Vorteil, in diesem Fall mit Holz oder Metall – über eine Ausbildung, oder, wenn man studiert, zum Beispiel über Praktikumssemester. Wer Konstruktionen entwickelt, profitiert enorm davon, wenn er weiß, wie Bauteile später tatsächlich gefertigt werden. Grundlegende CAD- und CAM Fähigkeiten, und Erfahrung mit CNC-Maschinen, sind ebenfalls sehr hilfreich!
Außerdem braucht man Neugier, ein gutes Vorstellungsvermögen, Durchhaltevermögen und Problemlösefähigkeit. Gerade bei historischen Propellern gibt es oft keine vorgefertigte Lösung, weil teilweise nur wenige historische Unterlagen existieren. Dann muss man nachhaltig und diszipliniert dranbleiben und sich Schritt für Schritt vorarbeiten.
Und man muss sich bewusst sein, dass es in der Luftfahrt auf Präzision ankommt: man merkt jeden Tag, wie wichtig Qualität und Genauigkeit in allen Bereichen sind.
Was würdest du Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?
Man sollte offen dafür sein, von den Kolleginnen und Kollegen zu lernen. Bei Hoffmann arbeiten viele Menschen mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, von denen man unglaublich viel mitnehmen kann.
Gleichzeitig sollte man sich auch trauen, eigene Ideen einzubringen. Natürlich muss man sich erst einmal beweisen – aber eben auch selbstbewusst seine Sichtweise vertreten, wenn man weiß, dass sie helfen kann.